Im heutigen Sprachgebrauch verstehen wir unter Verschlackung, einen im Laufe des Lebens „normalen“ fortschreitenden Prozess, in welchem sich die verschiedensten Schlacken in den verschiedensten Körperbereichen, in Organen, Drüsen, oder Körperfunktionen niederschlagen und diese zunehmend behindern. Verschlackung ist gleichfalls die Überführung einer Säure in ein Salz unter Zuhilfenahme eines Mineralstoffes. Insofern ist Verschlackung Salzbildung, denn die Schlacke ist eine neutralisierte und später abgelagerte Säure. Erst durch die Ablagerung werden diese Stoffwechselprodukte als Schlacke bezeichnet. Die körperlichen Beschwerden und Probleme die sich davon ableiten sind so mannigfaltig, das eine genaue Zuordenbarkeit nicht gemacht werden kann. Speziell die Ausgangsprodukte von Schlacken können bereits Beschwerden bereiten. Um über die Ernährung eine Entlastung zu erreichen, sollte auf sämtliche Schlackenbildner verzichtet werden. Und dennoch ist der Prozess der Verschlackung mit fortschreitendem Alter nicht aufzuhalten. Jede Speise bringt einen gewissen Grad an Verschleimung in den Körper. Ein gesunder Organismus kann Schleimstoffe und Stoffwechselprodukte zu einem Großteil abbauen und ausscheiden. Wichtig dabei sind natürlich die volle Funktionalität von Magen, Darm, Nieren, Leber, Milz und Drüsen, oder wie Hildegard es bezeichnet, die Eingeweide. So beispielsweise schreibt Hildegard:
„Wenn gesunde und kräftige Menschen viel Fleisch und andere wohlschmeckende Sachen im Übermaß essen, neigen sie zur Geschwürsbildung. Solche Leute, die ein weiches Fleisch am Leibe haben, sollen dies auch meiden, sonst werden sie von Podagra befallen.“
Gerade in unserer Zeit wird das rechte Maß sehr oft überschritten. Sogar bei Kindern und Jugendlichen schleicht sich die Verfettung immer mehr und mehr ein. Kräftigen Menschen bringt ein Übermaß in der Ernährung die Tendenz zu Geschwürsbildung, Menschen mit sehr weichem Fleisch die Erkrankung Podagra also Zehengicht bzw. eine Übersäuerung von den Eingeweiden abwärts. Die Entgiftung und Entschlackung ist daher nicht nur eine vorbeugende Maßnahme sondern ein Garant für ein längeres und vor allem gesundes Leben.
Wichtig zur Unterstützung der Entschlackung ist eine Ernährungsumstellung nach den Lehren Hildegards:
- Vermeidung von Schlackenbildnern
- rechtes Maß bei Essen und trinken
Wird auf die Ernährung nach einer Entschlackung nicht Wert gelegt, sind in kürzester Zeit die Depots wieder voll bzw. Cholesterin- und Säurewerte wieder erhöht.